Lamm Karree mit Kräutern

Naturgemäß steht und fällt dieses Gericht mit dem richtigen Stück Fleisch und da sind die passenden Bezeichnungen sehr vielfältig: Lammkotelett, Lammkarree, Lammkrone, Lammrücken, Lammrippenstück, Sattel mit Knochen …

Wir versuchen es einmal mit englisch: single rack of lamb, french trimmed. Ein rack ist ein ein Stück aus dem Rücken mit 16 Rippen, das längsgeteilt aus 8 Rippen besteht. French trimmed bedeutet, dass die geputzten Rippenknochen dranbleiben. Und ein lamb ist ein Lamm, also ein Schaf, das jünger als ein Jahr ist. Man sollte keinen Hammel zum Kurzbraten nehmen, damit wird man nicht glücklich werden.

Das wäre also das ideale Stück Fleisch, zart, saftig, mit einem feinen Aroma und am geputzten Stück Knochen kann man das Stück mit den Fingern schnappen und gleich direkt zum Mund führen. Das erspart gleich das Besteck. Natürlich sollte man auch zugreifen, wenn das Rippenknochenstück nicht dabei ist, aber man muss auf gute Qualität, Frische und Herkunft aus Freilandhaltung achten. 

Nun wird das Fleisch mariniert. Wenn das Fleisch noch im ganzen Stück ist, muss es vorher noch zwischen den Knochen in einzelne Koteletts zerlegt werden. Das geht sehr einfach mit einem schweren Messer und kräftigem Druck. Marinieren hat zwei Vorteile: die Kräuter verpassen dem zarten Fleisch noch ein zusätzliches feines Aroma und die Mischung aus Olivenöl, Brandy und Sojasauce zersetzt das Bindegewebe und macht das Fleisch noch zarter und mürber. Als Brandy verwende ich sehr gerne Metaxa, weil der noch ein sehr spezielles Aroma mitbringt, aber wer feinen französischen Cognac an Bord hat, ist auch sehr gut bedient. Rum habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber demnächst versuchen.

Wir nehmen also eine Schüssel mit Deckel, geben das Öl, den Brandy und die Sojasauce  hinein und verquirlen das Ganze. Dann kommen die Kräuter und der Knoblauch dazu. Am Besten sind natürlich frische Kräuter, und davon reichlich, aber auch getrocknete Kräuter können verwendet werden, oder eine Mischung aus beiden. Der Knoblauch wird geschält und mit der flachen Messerseite zerdrückt. Und zum Schluß kommt das Fleisch hinein. Das Ganze kann man nun getrost einige Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Wenn es sehr heiß ist, ist ein Lagerplatz in der Bilge oder einem Schnapp, das unter der Wasserlinie liegt, von Vorteil. Daher ist auch eine Schüssel mit gut verschließbarem Deckel gut, damit die Marinade nicht im ganzen Schiff verteilt wird. 

Und wenn man dann am Ende eines langen Segeltages richtig hungrig ist, geht alles ganz schnell. Eine gerippte Grillpfanne am Herd richtig heiß werden lassen. Wenn man ein paar Tropfen Wasser reingibt und die schnell zischend verdampfen, ist die Hitze perfekt. Jetzt kommen die Koteletts rein und man brät jede Seite eine Minute scharf an. Unbedingt einen Deckel verwenden, ansonsten hat man die Fettspritzer überall in der Pantry. Nun dreht man die Hitze auf kleine Stufe zurück und brät jede Seite nochmals eine Minute. Dann kommt die Hitze auf kleinste Flamme, man gibt Butter in die Pfanne und brät weiterhin jede Seite 1 Minute indem man das Fleisch gut in der Butter schwenkt. Das gibt einen besonders feinen Geschmack. Nun ist das Fleisch medium gebraten, also noch schön rosa. So ist es perfekt. Wenn es well done gewünscht ist, brät man noch zwei Minuten weiter.

Jetzt läßt man das Fleisch in Alufolie eingepackt 10 Minuten rasten. Danach kommt  noch einmal kurz für 30 Sekunden in die heiße Pfanne. Groben Pfeffer und grobes Salz drüber und fertig. Man kann die Koteletts gleich in einer Schüssel servieren und mit den Händen essen, wenn die Rippenknochen noch dran sind, so schmeckt es einfach herrlich.

Und was passt dazu? Nun, sehr vieles: frisches Brot, Salat, Polentaschnitte, Bratkartoffeln, Gemüse, Reis. Die allerbeste Beilage ist aber ein frisches Tabouleh. Das ergibt in Kombination ein herrlich frisches Gericht für heiße Sommertage.

Zubereitungszeit:  5 Minuten
Marinieren: mind. 2 Stunden
Kochzeit:
  16 Minuten

Schwierigkeitsgrad
2/5
Zutaten
3.5/5
Equipment
2/5
Seegang
2/5
Abwasch
1.4/5

ZUTATEN:
Für 2 Personen
8 Lammkotletts
4 EL Olivenöl
1 EL Sojasauce
5 EL Brandy (Metaxa, Cognac, Brantwein, Grappa…)
4 Knoblauchzehen
Frische Kräuter (Rosmarin, Basilikum, Petersilie, Thymian)
Getrocknete Kräuter der Provence
2 EL Butter
Pfeffer
Salz

AUSSTATTUNG:
Gaskochstelle
Schüssel
Grillpfanne
Teller & Besteck

GETRÄNKEEMPFEHLUNG:
Bier
Prosecco
Weisswein
Rosé
Rotwein

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Wiener Erdäpfelgulasch

Unser Smut liebt das Gulasch und kann an Bord nur wärmstens das Wiener Erdäpfelgulasch empfehlen. Allerdings ist so ein Gulasch ein durch und durch kontinentales Gericht und so ist es für kühle, wenn nicht gar kalte Tage bestimmt, denn es wärmt ganz wunderbar die Seele und gibt ordentlich Schmalz.

New York Club Sandwich

Diesmal bereiten wir einen echten urbanen Klassiker zu, der allerdings auch in der Pantry eine sehr gute Figur macht. Wo genau die Ursprünge des New York Club Sandwich liegen, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass es das überaus köstliche, unkomplizierte und raffinierte Sandwich schon mindestens seit 1894 gibt.

Salsiccia in padella

Was man profan mit Bratwurst übersetzen könnte, ist eines der herrlichsten Gerichte, das man aus einer Wurst zaubern kann. Es ist sozusagen die italienische Variante von Bratwurst mit Sauerkraut.

Ćevapčići

Die Ursprünge von Ćevapčići liegen vermutlich in Persien und haben sich von dort aus im östlichen Mittelmeerraum verbreitet. Das ist natürlich kein Wunder, denn sie schmecken einfach köstlich.

Gnocchi con Funghi

Für dieses Rezept braucht man nicht viel: Fertig-Gnocchi, Pilze, Schnittlauch, eine Pfanne und ein Gerät, das sich eher in der Werkzeugkiste findet als in der Pantry, nämlich einen Akkuschrauber.

Pasta alla Norma

Dieses einfache aber raffinierte Pastarezept zuzubereiten ist sicher einfacher, als die Titelrolle in Bellinis Oper Norma zu singen. Das Rezept soll zu Ehren des auf Sizilien geborenen Komponisten Vincenzo Bellini und dessen Oper Norma erfunden worden sein.

Simple Tomatensuppe

Eine heiße Tomatensuppe gehört zu den herrlichsten Genüssen für kühlere Bordtage. Wenn es draußen kalt ist und stürmt, wärmt sie ganz vorzüglich die Seele. Und eigentlich haben wir den Paradeiser ja der Entdeckung Amerikas und somit den Seefahrern zu verdanken.

Il Cacio e Pepe

La Pasta Cacio e Pepe oder kurz Cacio e Pepe gehört zu den einfachsten Pastagerichten überhaupt. Eigentlich gibt es nur 3 Zutaten: Pasta, Käse und Pfeffer. Es ist blitzschnell zubereitet, simpel zu machen und schmeckt herrlich. Also ein Gericht wie gemacht für die Pantry.

Avery Tabasco Chicken Salad

Oft steht ja im Titel eines Rezeptes schon drinnen worum es geht. Hier ist das nicht anders. Ein Salat mit Huhn und mit Tabasco gewürzt.

Fruchtiger Spargelsalat

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Steak Loiseau

Ein madiges Stück Fleisch, das der Crew vorgesetzt wurde, führte 1905 zur berüchtigten Meuterei auf dem russischen Marineschiff „Fürst Potjomkin von Taurien“. Das hätte sich

Salade Niçoise

Der Ruf des Nizza Salates wurde durch das, was man in Pariser Cafés oder im Supermarkt unter seinem Namen vorgesetzt bekommt, erheblich erschüttert. Ein gekochtes

Champignon Paprika Wok

Zugegebenermaßen gehört eine Wok nicht zu den handlichsten Kochutensilien, aber selbst auf unserer 31 Fuß Yacht haben wir, neben Nudeltopf und Bratpfanne, noch einen Platz

Tabouleh

Wenn die Temperaturen kontinuierlich über 30° sind und uns der Hochsommer ins Schwitzen bringt, sollte man kulinarisch seinen Blick nach Süden richten, denn mediterrane Länder

Pasta con Salsiccia

Wenn die Crew richtig hungrig ist und ordentlich Kraft braucht, ist diese Pasta Variante perfekt. Und die Nudeln mit der italienischen Rohwurst schmecken einfach herrlich.