7 maritime Schutzpatrone

Der Heilige Nikolaus bringt nicht nur Geschenke, er ist auch ein Schutzpatron der Seefahrer. Wir haben 6 weitere Heilige gefunden, die uns beistehen, wenn einmal auf hoher See etwas schief geht.
1

Stella Maris

Maria, die Mutter Jesu, ist im Christentum die zentrale  weibliche Persönlichkeit, die an mehreren sehr wichtigen Feiertagen verehrt wird.
Als Stella Maris ist sie wohl auch die wichtigste Schutzpatronin der Seeleute. Sie ist der rettende Stern, der dem Navigator auf See die Richtung weist. Im übertragenen Sinn weist sie den Weg auf dem Meer des Lebens.
Ein eindeutiger Stern ist ihr jedoch nicht zugewiesen. Polarstern, Venus, Sirius oder der Leitstern der Plejaden kommen infrage.

2

Nikolaus von Myra

Wann genau der Heilige Nikolaus gelebt hat, ist nicht genau dokumentiert, aber irgendwann zwischen 270 und 365 war er Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Er brachte es immerhin zu einem der wichtigsten Heiligen und sein Gedenktag, der 6. Dezember ist ein Fixpunkt im christlichen Kalender.
Einst beteten in Not geratene Seeleute  zu ihm, worauf ihnen eine Art Superskipper erschien, der die Navigation übernahm und sogar den Sturm besänftigte.
Seither ist der Heilige Nikolaus der wichtigste Patron für Seeleute.

3

Erasmus von Antiochia

Erasmus, Elmo oder Ermo war ein frühchristlicher, syrischer Bischof und Märtyrer. Seine Diözese musste er jedoch im Zuge der Christenverfolgung verlassen, er wurde gefangen genommen, gefoltert, ausgedärmt, konnte jedoch nach Italien fliehen, wo er seinen Lebensabend als Seelsorger verbrachte.
Seit dem 14. Jahrhundert zählt er zu den 14 Nothelfern und wirkt als Schutzheiliger gegen Feuergefahr. Auch von Seeleuten – Feuer war eine große Gefahr für Holzschiffe – wird er verehrt. Das wird auf des Phänomen des Elmsfeuers zurückgeführt. Das sind Lichterscheinungen, die bei starken Gewittern durch elektrische Entladungen über Masten entstehen.

4

Cuthbert von Lindisfarne

Dass Cuthbert in unseren Breiten als Heiliger nicht so bekannt ist, kann nur daran liegen, dass er Schotte war und wir mit Heiligen schon recht gut ausgestattet sind. An seinem Wirken kann es jedenfalls nicht liegen. 
Er lebte von 635 bis 687 an der schottischen Südküste, fand nach der Erscheinung eines Engels zum Glauben, wurde Bischof und ist für zahlreiche Wunder zuständig.
Unter anderem konnte er einen Sturm besänftigen und Mönche aus Seenot befreien und Wasser in Wein verwandeln. 
Cuthbert ist unser heimlicher Favorit auf den Titel des besten Patrons für Seefahrer.

5

Brendan der Seefahrer

Brendan lebte im 6. Jahrhundert als Priester im Westen Irlands. Er war Gründer mehrerer Klöster, gehörte zu den Zwölf Aposteln von Irland und unternahm eine legendäre Seereise.
Von 565 bis 573 machte er sich mit 12 Gefährten in einer Curragh auf den Weg um die Terra Repromissionis Sanctorum, die Insel der Seeligen, zu suchen. Der Legende nach finden sie jedoch die Insel, leben einige Zeit dort und kehren wieder in die Heimat zurück.
In dieser irischen Odyssee erleben sie zahlreiche Abenteuer, kämpfen mit Meersungeheuern, fahren durch das geronnene Meer und verwechseln den größten Fisch der Erde mit einer Insel.
Die Brendan Inseln, die irgendwo westlich von Nordafrika liegen sollten, sind zwar Phantominseln, aber auf zahlreichen mittelalterlichen Seekarten sind sie eingezeichnet.

6

Clemens Romanus

Clemens von Rom war als Bischof von Rom zweiter oder dritter Nachfolger von Petrus und gehört zu einem der bedeutendsten Heiligen des Christentums. Vor allem seine Clemensbriefe gehören zu den wichtigsten frühchristlichen Dokumenten.
Uns Seefahrer ist er durch seinen Tod als Märtyrer auf der Insel Krim um 101 n.Chr. bekannt. Er wurde mit einem Anker im Meer versenkt. Er ist jedoch nicht einfach ertrunken, am Meeresboden entstand auf wundersame Weise ein Tempel in dem fortan seine Gebeine aufbewahrt sind. Ein Mal jährlich teilt sich sogar das Meer und ermöglicht den Pilgern den Weg zum Tempel, um Clemens zu ehren. Sein Gedenktag ist der 23. November, der auch als „Ankertag“ bekannt ist.

7

Franz von Paola

Franz von Paola kann durchaus angerufen werden, wenn man mit überhöhten Chartergebühren konfrontiert ist. 
Er lebte von 1416 bis 1507 und gründete den Paulaner Orden und ist durch viele Wunder bekannt geworden. Eines davon ereignete sich in der Strasse von Messina. Da der Fischer Pietro Colosa für die Überfahrt von Kalabrien nach Sizilien Geld verlangte, das Paola nicht hatte, griff er zur Selbsthilfe und fuhr einfach nur auf seinem Mantel stehend über das Meer. Einen Teil seines Mantels verwendete er dabei, um einen Stab gewickelt, als Segel.
Aufgrund dieser seglerischen Leistung erklärte ihn Papst Pius der XII 1943 zum Schutzpatron der Seefahrer.