Die Kunst, nicht hilflos zu sein

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Wir verlassen den Hafen in der Hoffnung, dass nichts passiert. Vorbereiten sollten wir uns trotzdem. Nicht, weil wir jeden Notfall beherrschen können. Sondern weil wir lernen können, ihm handlungsfähig zu begegnen.

Klar! Klar! Klar!

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„Leinen klar?“ – „Klar!“
In den Lehrbüchern klingt Seemannschaft wunderbar einfach. An Bord sieht die Wirklichkeit meistens etwas anders aus. Warum die Geschwindigkeit einer Crew nichts mit Eile zu tun hat, ist einen Seemannssonntag wert.

Unser Boot: immer für eine neue Lektion gut

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Unser Boot überrascht uns auch nach sechs Jahren immer wieder: Vom Faltpropeller bis zur Wetterkunde hält es ständig neue Lektionen bereit. Wir lernen aus Erfahrung, Gesprächen, Beobachtungen und neugierigem Ausprobieren – und merken, dass genug zu wissen, um sicher zu handeln, oft mehr wert ist als alles Fachwissen der Welt.

Vom Billy-Regal zur Arche

seemannssonntag

2011 fanden drei Forscher heraus, dass Menschen Dinge mehr lieben, wenn sie sie selbst zusammenschrauben. Der sogenannte IKEA-Effekt. Was bei Billy-Regalen funktioniert, gilt offenbar auch für Boote – nur dass hier statt eines Inbusschlüssels eine ganze Arche entsteht.

Zwischen Wind und Ordnung

Seemannssonntag

Wir segeln, um frei zu sein. Um Regeln, Termine und Hierarchien hinter uns zu lassen. Und finden uns an Bord plötzlich zwischen Leinen, Checklisten und klaren Zuständigkeiten wieder. Warum sich das nicht wie ein Widerspruch anfühlt – und was Philosophen wie Kant, Hobbes und Aristoteles dazu zu sagen hätten.

Warum Segeln mit jedem Jahr besser wird

Seemannssonntag 2026

Ein neues Jahr, ein weiteres Lebensjahr — und die Frage: Wird man irgendwann zu alt zum Segeln? Warum wir überzeugt sind, dass Segeln mit jedem Jahr besser wird.

Der laute Sommer auf dem Wasser

Seemannssonntag

Wir waren drei Wochen in der Vorsaison unterwegs – ruhig, gelassen, fast einsam. Doch je weiter der Sommer voranschreitet, desto lauter wird es auf dem Wasser. Hat sich die Segelkultur verändert? Und was ist eigentlich aus dem Respekt vor dem Meer geworden?

Zwischen Stadtgewitter und Meeresbrise

Seemannssonntag

Die Klimakrise macht aus Sommern Hitzerekorde und aus Diskussionen darüber Endlos-Schlachten. Auf dem Meer fühlt sich dieselbe Hitze anders an: weil wir dort nicht diskutieren, sondern beobachten. Wer segelt, weiß, dass man den Wind nicht ändern kann – nur seinen Kurs. Vielleicht liegt genau darin ein Teil der Antwort: weniger Alarm, mehr Aufmerksamkeit. Und die Kunst, weiterzumachen.

Sessel an Bord

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Was macht zwei Sessel auf einer Yacht zur kleinen Revolution? Eine ungewöhnliche Idee, ein skeptisches Bootsbau-Team – und eine Erkenntnis, die bis heute nachwirkt: Manchmal braucht es gar nicht viel, um sich zuhause zu fühlen. Wir erzählen die Geschichte der ersten Armlehnsessel unter Segeln, warum unsere eigene Kajüte ganz ohne Möbelhauszauber auskommt – und weshalb uns gerade das so guttut. Eine Liebeserklärung an Räume, die bleiben dürfen, wie sie sind.

Venedig, eine versinkende Mahnung

Venedig

Venedig versinkt – eine Prophezeiung, die seit Jahrhunderten wiederholt wird. Doch diesmal ist es keine blasse Warnung, sondern eine Mahnung, die wir nicht länger ignorieren können. Der Meeresspiegel steigt, die Stadt sinkt, und mit ihr ein Sinnbild unserer Zukunft. Wenn selbst die schönste Stadt der Welt im Wasser untergeht – wie lange können wir noch so tun, als ginge es uns nichts an?