DIE GEZEIT - Segel Blog

Mit unserer Yacht STELLA POLARE erkunden wir das Meer. Mit unserem Segel Blog DIE GEZEIT erkunden wir den Ozean des Wissens.

Alexandra & Martin

Ahoy auf unserem Segel Blog DIE GEZEIT!

Nach einem schönen Segeltag gibt es kaum etwas Besseres, als im Cockpit den Abend ausklingen zu lassen. Das Licht wird weich, der Wind legt sich, und vielleicht kommt man mit den Stegnachbarn ins Plaudern. Ein Glas Wein, ein paar Geschichten – und natürlich braucht es auch etwas zu essen. Und da gibt es nichts besseres als Crostini.
Nur wenige Seemeilen vor der Westküste Istriens liegt das Archipel von Brijuni (italienisch: Brioni). Die 14 Inseln bilden heute einen Nationalpark, dessen Geschichte von den Römern über die Habsburger bis zu Tito reicht. Dichte Pinienwälder, mediterrane Gärten, antike Ruinen und eine außergewöhnliche Tierwelt machen Brijuni zu einem der faszinierendsten Landgänge an der Adria. Die meisten Besucher erreichen die Inseln mit der Fähre von Fažana und verbringen nur einige Stunden im Nationalpark. Abgesehen von einem Hotel gibt es kaum touristische Infrastruktur – Brijuni ist bewusst kein klassischer Ferienort. Wer mit dem eigenen Boot kommt, kann in der Marina Brijuni festmachen. Die Liegegebühren sind zwar vergleichsweise hoch, beinhalten aber den Eintritt in den Nationalpark. Im gesamten Archipel gilt Ankerverbot – ein weiterer Grund, warum die Inseln trotz ihrer Beliebtheit ihre besondere Ruhe bewahren.
Wir verlassen den Hafen in der Hoffnung, dass nichts passiert. Vorbereiten sollten wir uns trotzdem. Nicht, weil wir jeden Notfall beherrschen können. Sondern weil wir lernen können, ihm handlungsfähig zu begegnen.
„Leinen klar?“ – „Klar!“ In den Lehrbüchern klingt Seemannschaft wunderbar einfach. An Bord sieht die Wirklichkeit meistens etwas anders aus. Warum die Geschwindigkeit einer Crew nichts mit Eile zu tun hat, ist einen Seemannssonntag wert.
Viele Segler erinnern sich noch an die Zeit, als der erste Weg nach der Ankunft in Kroatien zum Hafenamt führte. Damals gehörte das Permit zu den Einreiseformalitäten. Mit dem Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum am 1. Januar 2023 entfiel das Einklarieren für Yachten, die aus einem Schengen-Staat einreisen. Das Permit blieb jedoch bestehen.
Sieben Winde, die die Adria prägen – von der unbändigen Bora über den schweren Scirocco bis zum leisen Burin. Eine Reise durch Charaktere, die das Segeln formen, Tage bestimmen und Nächte unvergesslich machen.
Wer nach präzisen Wettervorhersagen fürs Mittelmeer sucht, stößt früher oder später auf LaMMA. 
Was auf den ersten Blick wie ein regionaler Dienst für die Toskana wirkt, ist in Wahrheit eine der besten hochauflösenden Wetterquellen für das Mittelmeer.
Das Arsenal von Venedig war einst das industrielle Herz der Republik – eine gewaltige Werft und Waffenkammer, in der die Macht der Seemacht Venedig tatsächlich gebaut wurde. Mehr als zehn Prozent der Stadtfläche nahm dieser geheimnisvolle Komplex ein, bis heute ist er nur eingeschränkt zugänglich. Während im Dogenpalast Politik gemacht wurde, liefen im Arsenal die Galeeren vom Stapel. Venedig, La Serenissima, wird oft als „die Durchlauchteste“ übersetzt – wir sagen lieber: die Heitere und Allerschönste. Und diese zeigt sich gern prunkvoll und offen. Doch wer die wahre Kraft dieser Stadt verstehen will, muss dorthin schauen, wo sie sich bis heute am meisten verschließt.
Viele Bootseigner verlassen sich darauf, dass der Motor läuft. Wirklich verstehen tun ihn die wenigsten. Ein wenig Wissen hier, ein Tipp dort – doch ein Gesamtbild entsteht selten. Warum genau hier der entscheidende Unterschied beginnt.
Unser Boot überrascht uns auch nach sechs Jahren immer wieder: Vom Faltpropeller bis zur Wetterkunde hält es ständig neue Lektionen bereit. Wir lernen aus Erfahrung, Gesprächen, Beobachtungen und neugierigem Ausprobieren – und merken, dass genug zu wissen, um sicher zu handeln, oft mehr wert ist als alles Fachwissen der Welt.
Ein Topf, ein Huhn und das volle Aroma Siziliens: Tomaten, Oliven, Kapern und Weißwein schmoren zusammen zu einem Gericht, das nach Mittelmeer, Sonne und echter mediterraner Küche schmeckt.
2011 fanden drei Forscher heraus, dass Menschen Dinge mehr lieben, wenn sie sie selbst zusammenschrauben. Der sogenannte IKEA-Effekt. Was bei Billy-Regalen funktioniert, gilt offenbar auch für Boote – nur dass hier statt eines Inbusschlüssels eine ganze Arche entsteht.